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Neuanfang
Es ist leicht zu sagen, ich mach jetzt einen Neuanfang. Doch dies dann auch durchzusetzen, daran sind wohl schon viele gescheitert. Wie ist es auch möglich einen richtigen Neuanfang zu machen, wenn doch eigentlich alles um einen herum beim alten bleibt. Die Freunde, der Arbeitsplatz bzw. die Universität. Alles geht seinen gewohnten Gang und man selbst will dabei einen Neuanfang machen? Das ist doch fast unmöglich. Dazu müsste man schon in eine andere Stadt ziehen und wirklich komplett von vorne anfangen. Sich neue Freunde suchen, einen neuen Arbeitsplatz. Aber man will doch seine Freunde eigentlich nicht verlassen. Man will doch einfach nur versuchen, etwas zu vergessen, was mal war und nie wieder sein wird. Dazu muss man wohl einfach nach vorne schauen, nicht so oft an die Vergangenheit denken und sich neue Ziele setzen, um all das andere einfach zu vergessen, oder in meinem Fall wohl eher zu verdrängen. Also ist doch der baldige Jahreswechsel eigentlich eine sehr gute Gelegenheit, sich neue Ziele zu setzen und nach vorne in eine bessere Zeit zu blicken, als es diese jetzt ist. Vielleicht ist daher ein Wohnungswechsel genau der richtige Anfang, um etwas zu verändern. Jedenfalls ist das eins meiner Ziele für 2012. Während meines Praktikums umziehen in eine neue Wohnung und hoffen damit einen ersten Schritt in die Unabhängigkeit zu machen. Ich weiß, dass verdrängen eigentlich nicht die richtige Methode ist, aber vergessen kann ich einfach nicht und werde ich wohl auch niemals können. Das ist eine Tatsache, die mir in den letzten Wochen bewusst geworden ist. Es hing einfach viel zu viel daran. Und die Enttäuschung danach war groß. Doch es war keine Enttäuschung an sich, sondern eher eine Ernüchterung. Vielleicht erinnere ich mich daher so oft an die schönen Stunden und fühle dann erst den Schmerz, wenn mir bewusst wird, wie schön es war und, dass es nie wieder so sein wird. Ich fühle keinen Hass oder richtige Wut, manchmal ist da nur so eine Leere in mir und ich weiß nicht, wozu ich das alles mache. Doch solche Gedanken verschwinden auch wieder schnell, wenn mir bewusst wird, wie schön das Leben sein kann. Wenn ich mich zurück erinnere. Da wird mir klar, für was es sich zu leben lohnt. Und dafür bin ich so sehr dankbar, dass ich niemals Hass verspüren könnte, auch wenn die Enttäuschung doch so riesen groß war. Ich hab dabei so viele Dinge gelernt, diese Zeit gab mir so vieles, was mir jetzt erst bewusst wird. Und in genau solchen Augenblicken, in denen ich wieder Mut fasse bin ich mir sicher, einen Neuanfang machen zu können, wenn auch nur einen kleinen mit all meinen alten Freunden und meiner gewohnten und vertrauten Umgebung. In diesen Momenten ist mein Selbstbewusstsein so groß, dass ich mir sicher bin, alles schaffen zu können, was ich mir vornehme und auch den Niederlagen im Leben etwas positives entziehen zu können.
yummiii am 16. Dezember 11
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